
Bier, das beliebteste Volksgetränk!
Wussten Sie, dass im Braujahr 2006
- die schweizerischen Brauereien insgesamt 3'494'309 Hektoliter (hl) Bier ausgestossen haben?
- in der Schweiz insgesamt 4'288'022 hl Bier getrunken wurden, was einem Pro-Kopf-Konsum von 56,5 Litern entspricht?
- der schweizerische Aussenhandel mit Bier Importe von 793'713 hl aus insgesamt 56 Ländern und allen Kontinenten sowie Exporte von 38'859 hl nach 21 Ländern umfasste?
- etwa 60% des in unserem Lande getrunkenen Bieres in umweltfreundlichen Mehrweggebinden (Fässer und Mehrwegflaschen) zu den Konsumenten gelangten?
- etwa 23 % des Bieres in Einwegflaschen und etwa 20 % in Dosen abgesetzt wurden?
- die Bierkonsumenten dem Bund rund 300 Mio. Franken an Bier- und Mehrwertsteuern abgeliefert haben?
| Kalenderjahr | Inlandausstoss hl | Importe hl | Gesamtkosum hl | Pro-Kopf-Konsum l |
| 2000 | 3'586'026 | 575'929 | 4'161'955 | 57,8 |
| 2001 | 3'536'823 | 617'023 | 4'153'846 | 57,4 |
| 2002 | 3'493'536 | 633'897 | 4'127'433 | 56,6 |
| 2003 | 3'665'888 | 668'486 | 4'334'374 | 58,7 |
| 2004 | 3'560'825 | 701'723 | 4'262'548 | 57,3 |
| 2005 | 3'416'991 | 715'064 | 4'132'055 | 54,8 |
| 2006 | 3'494'309 | 793'713 | 4'288'022 | 56,5 |
Es gibt natürlich hunderte, wenn nicht tausende von verschiedenen Bieren, die alle das Recht hätten, in dieser Liste aufgeführt zu werden:
Alles verschiedene Namen, welche ein und dasselbe Bier meinen. Das Weizenbier wird im Gegensatz zu Lagerbier und Spezialbier mit obergäriger Hefe vergoren. Die obergärige Hefe setzt sich nicht wie die untergärige am Boden ab, sondern steigt am Ende der Gärung an die Oberfläche, wo man sie abschöpft. Ausserdem hat sie andere Gärungsnebenprodukte, was dem Bier einen anderen Geschmack verleiht. Die Malzmischung ist natürlich auch verschieden. Das Weizenbier wird häufig mit 50 bis 70% Weizenmalz gebraut. Der Rest ist Gerstenmalz. Die Hopfung ist nicht so stark wie bei reinen Gerstenmalzbieren. Bei der traditionellen Herstellung des Weizenbieres geschieht die Lagerung und Nachgärung nicht im Lagerkeller, sondern in der Flasche. Darum ist das traditionelle Weizen mit Hefe versetzt, da diese die Nachgärung in der Flasche vollziehen muss. Die dunklen Weizen werden unter Zusatz von dunklem Weizenmalz hergestellt. Als Weizenbier können Sie auch Doppelbock, Bock, dunkles Weizen, dunkler Doppelbock oder dunkler Bock bekommen.
Das Kristallweizen wird wie das Hefeweizen hergestellt, nur erfährt es die Lagerung in Tanks und wird vor der Abfüllung filtriert. Dadurch wird es kristallklar.
Das Doppelbock ist ein Starkbier mit einer hohen Stammwürze. Im Gegensatz zu Lagerbier mit einer Stammwürze um 11 % hat Doppelbock mindestens 18 % und der normale Bock 16 %. Durch die hohe Stammwürze haben beide Biere einen hohen Alkoholgehalt. Diese Biere sind sowohl als dunkle wie auch als helle Biere auf dem Markt.
Das Export ist ein kräftiges Bier, das dem Stammwürzegehalt des Schweizer Spezial entspricht. Es ist stark bis mittelstark gehopft, vollmundig und rund. Das Export wird meist als helles Bier eingebraut, findet aber als dunkles Export starken Zuspruch im süddeutschen Raum.
Früher wurden diese Biere im März stärker eingebraut. Besonders berühmt waren die böhmischen Märzen. Es sind dunklere, kräftige Biere mit einem dunklen Malzanteil bis zu 50%.
Deutschland: Die Rauchbiere haben sich nur im Bamberger Raum erhalten. Der starke Rauchgeschmack rührt von der speziellen Herstellung des Malzes her, welches über offenem Buchenfeuer gedarrt wird. Von diesem Malz werden bis zu 100% eingesetzt. Die Stärke des Bieres entspricht normal dem Export oder Märzen, es wird aber auch als Bock hergestellt.
Markant für dieses Bier sind die helle Farbe und die ausgeprägte Hopfung bei einer Stammwürze, die dem Lager entspricht. Die Sorte Pils deklariert einen Biertyp, nicht die Herkunft des Bieres, welches den Ursprung in der tschechischen Stadt Pilsen hat. Vor allem im Norden Deutschlands dominiert das Pils vor den anderen Biersorten.
(unter dem Namen "Pils" darf in der Schweiz kein Bier produziert und verkauft werden)






