Wir sind heute landesweit als gesamtschweizerisch agierende Spezialitäten-Brauerei mit hervorragendem Markterfolg bekannt. Die Ursachen dieses Erfolgs liegen in der Qualität der Biere, einer konsequenten Nischenpolitik (Spezialbiere für jeden Geschmack), dem Bekanntheitsgrad des Namens "Appenzell" und darin, dass der Kunde noch im Zentrum steht. Ziel muss sein, zufriedene Kunden zu haben und den persönlichen Kontakt zu pflegen. Durch eine glaubwürdige Geschäftspolitik konnte das Vertrauen in die Marke "APPENZELLER BIER" und das Ansehen der Brauerei in den letzten 120 Jahren gesteigert werden. Dadurch hat sich der Bierausstoss von 1994 (13'800 Hektoliter) bis heute auf über 100'000 Hektoliter pro Jahr erhöht.

Seit 1994 hat die Brauerei Locher AG im stark abnehmenden Biermarkt zunehmend Marktanteile gewonnen. Der Ausstoss der Brauerei vervielfachte sich um den Faktor 5.5, während der Bierausstoss in der Schweiz im gleichen Zeitraum um über 25% zurückging.
 

Inlandausstoss der Schweiz im Vergleich mit dem Bierausstoss der Brauerei Locher AG. (Inlandausstoss=biersteuerpflichtiger Ausstoss aller schweizerischen Brauereien vor Abzug der Haustrunkpauschale gemäss Angaben der Eidg. Oberzolldirektion (OZD), Bern (Biersteuerpflichtiger Ausstoss=Ausstoss ohne Exporte, ohne alkoholfreies Bier).
Betriebsausstattung

Der starke Nachfragezuwachs nach APPENZELLER BIER, die ständige Modernisierung der Maschinen und Anlagen sowie die Schaffung humaner, qualifizierter Arbeitsplätze haben in den letzen Jahren hohe Investitionen notwendig gemacht. Bis Ende 2007 wird für nahezu 20 Millionen Franken in die Infrastruktur und neue Bauten investiert.
 

Umweltschutz - Erfolgschance für eine mittelständische Brauerei

Die Brauerei Locher AG war die erste Brauerei in der Schweiz, die ein Bier herstellte, welches das Knospe-Label als Qualitätsauszeichnung der "Bio-Suisse" tragen durfte: Die "Appenzeller Naturperle". Bei diesem Bier stammen sowohl Gerstenmalz und Hopfen ausschliesslich aus kontrollierten ökologischen Landwirtschaftsbetrieben. Schädlingsbekämpfung erfolgt ohne chemische und synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Dadurch fallen die Erträge etwas geringer aus, die Qualität ist jedoch rein und frei von Schadstoffen. Von allen Umweltverbänden empfohlener ökologischer Anbau ist aktiver Arten-, Wasser-, Natur- und Klimaschutz. Nicht nur Hopfen und Braugetreide werden nach den "Bio-Knospe"-Richtlinien erzeugt. Auch für die Brauerei gelten spezifische Richtlinien.
In enger Zusammenarbeit mit der Bauernfamilie Dähler ist es gelungen, eine Lösung für die Wiederverwertung der Nebenprodukte (Biertreber, Biervorlauf und Bierhefe), welche aus der Produktion des Weizenbieres anfallen, zu finden. Dieses Projekt ist in mehreren Bereichen nachhaltig: Der Bauer liefert der Brauerei Getreide zur Bierherstellung - wir geben die Nebenprodukte zur sinnvollen Verwertung (Fütterung der Tiere mit Biertreber und Tränken mit Biervorlauf) auf den Bauernhof zurück. In Bergregionen sind die Ausweichmöglichkeiten zum Anbau von Rohstoffen für die Bierherstellung gering. Dank dieser Zusammenarbeit werden die Rohstoffe vor Ort produziert und unnötige Transporte können so vermieden werden.